"Wie gut ist unsere Schule?"

Auswertung der Elternbefragung zur Schulzufriedenheit

 

 

 

1. "Wie gut ist unsere Schule?"

2. Intention

3. Zur Durchführung

4. Die Auswertung

5. Ergebnisse

6. Interpretation der Ergebnisse

6.1 Beteiligung

6.2 Kontakt Eltern - LehrerInnen

6.3 Zufriedenheit mit der Arbeit des Lehrerteams

6.4 Zufriedenheit mit der Eichendorffschule als "Lebensraum der Kinder"

6.5 Konsequenzen

 

Hinweis:

Den Fragebogen sowie das schulische Gesamtergebnis gibt es auf der Serviceseite als Download im PDF-Format!

 

 

"Wie gut ist unsere Schule?"

Diese Frage stellten wir im Juni 2006, also zum Schuljahresende, der Elternschaft der Eichendorffschule. Grundlage für unsere Befragung war ein Fragebogen, der in ähnlicher Form an österreichischen Schulen zum Einsatz kam, jedoch für unsere Zwecke angepasst wurde.

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Intention

Hintergrund der Befragung war die Ermittlung eines "Ist"-Zustandes, eine Überprüfung, inwieweit Neuerungen und schuleigene Konzepte des nahezu abgelaufenen Schuljahres auf Zustimmung oder Ablehnung stießen, wie groß die Zufrieden- oder Unzufriedenheit der Elternschaft ist, bezogen auf die Schule als Ganzes, aber auch auf die einzelnen Klassen und Lehrerteams.

Ferner sollten Stärken und Schwächen der Eichendorffschule aus Elternsicht aufgezeigt werden sowie Bereiche benannt werden, in denen die Elternschaft den größten Handlungsbedarf sieht.

Auf diese Weise wollten wir wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf unsere weitere Schulprogrammarbeit gewinnen, mit der Absicht, das schuleigene Profil weiter zu schärfen.

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Zur Durchführung

Knapp zwei Wochen hatten die Eltern unserer Schule Zeit, den Fragebogen in Ruhe zu Hause auszufüllen. In der Eingangshalle der Schule stand eine große Box, in die die Bögen anonym eingeworfen werden konnten. Die Fragebögen konnten aber auch - in einem verschlossenen Umschlag - über die Kinder wieder zur Schule gegeben werden.

Für jedes Kind, also auch Geschwisterkinder, sollte ein eigener Fragebogen ausgefüllt werden, da die Kinder in der Regel in verschiedenen Jahrgangsstufen sowie von verschiedenen Lehrerteams unterrichtet werden.

Der Fragebogen enthielt sowohl Antwortmöglichkeiten zum Ankreuzen als auch offen gehaltene Fragestellungen, so dass jeder Teilnehmer der Befragung die Möglichkeit hatte, Lob und Kritik zu äußern.

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Die Auswertung

Wichtig bei der Auswertung war uns, dass diese gemeinsam durch Elternvertreter und Lehrkräfte geschieht, um eine größtmögliche Objektivität zu gewährleisten. Mitte September 2006 erfassten vier Mütter und sechs Lehrkräfte der Eichendorffschule in etwas mehr als 2 Stunden die Ergebnisse der Fragebögen in einem Auswertungsraster. Dabei wurden einerseits individuelle Klassenergebnisse ermittelt (sofern sich die Fragebögen direkt zuordnen ließen), jahrgangsbezogene Ergebnisse festgehalten (z. B. alle Fragebögen der Klassen 1a, b, c zuzüglich der Fragebögen des Jahrgangs 1, die sich nicht einer bestimmten Klasse zuordnen ließen) sowie ein schulisches Gesamtergebnis festgehalten (die Summe aller Einzelergebnisse).

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Ergebnisse

An dieser Stelle veröffentlichen wir das schulische Gesamtergebnis.

Bei 335 Kindern im Schuljahr 2005/06 gab es einen Rücklauf von 173 Fragebögen, was einer Beteiligung von 51,6% entspricht. Es gab in einzelnen Klassen Abweichungen sowohl nach oben als auch nach unten, jedoch waren diese nicht signifikant.

 

Frage 1

Wie oft hatten Sie in diesem Schuljahr persönlichen Kontakt zu LehrerInnen Ihres Kindes?

 

Keine Angabe

Nie

Einmal

Zweimal

Öfter

a) durch Besuch eines Elternsprechtags

 

0%

0%

11,0%

79,2%

9,8%

b) auf eigenen Wunsch                            

 

20,8%

33,5%

19,7%

7,5%

18,5%

c) auf Wunsch der LehrerInnen               

 

16,2%

61,8%

5,2%

11,6%

5,2%

Frage 2

Die Anzahl der persönlichen Gespräche mit den LehrerInnen Ihres Kindes war…

 

Keine Angabe

…zu gering

…ausreichend

…zu hoch

 
 

7,6%

8,7%

83,2%

0,5%

 

Frage 3

Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit des Lehrerteams der Klasse Ihres Kindes, bezogen auf…

Keine Angabe

Sehr zufrieden

Eher zufrieden

Eher unzufrieden

Sehr unzufrieden

Kein Urteil

a)        …die Arbeitsatmosphäre im Unterricht? (Ihr Kind fühlt sich wohl, es herrscht ein angenehmes, ruhiges Lernklima)...        

0,6%

33,5%

42,2%

15,6%

3,5%

4,6%

b)        …das Lernangebot im Unterricht? (Angebote für leistungsschwache und –starke Kinder, abwechslungsreiche Lernmaterialien/Medien)…

2,4%

25,4%

33,5%

22,5%

6,4%

9,8%

c)        …die Unterrichtsmethoden? (Kinder lernen vielfältige Arbeitsformen kennen, arbeiten selbstständig, nach modernen Methoden)…

2,3%

28,9%

42,2%

13,9%

2,3%

10,4%

d)        …die Arbeitsmotivation? (Die Lehrkräfte können die Kinder für eine Sache begeistern)…

1,1%

37,0%

42,8%

12,7%

2,9%

3,5%

e)        …die Förderung/Unterstützung des Kindes? (Lehrkräfte nehmen sich Zeit, erkennen Probleme, bieten geeignete Hilfen an, ermutigen)...

0,7%

28,9%

33,5%

20,8%

6,9%

9,2%

f)        …die gegebenen Hausaufgaben? (Umfang, Schwierigkeit, Bezug zum Unterricht, Nachbereitung im Unterricht) ...

0,0%

28,9%

50,3%

16,2%

4,1%

0,5%

g)        …die Leistungsanforderungen? (Nicht zu hoch/nicht zu niedrig)...

0,0%

29,5%

51,4%

12,8%

1,7%

4,6%

h)        ...die Leistungsbeurteilung? (Klare Kriterien, faire und nachvollziehbare Bewertung bzw. Benotung)...

1,7%

35,3%

37,0%

13,3%

2,9%

9,8%

i)          …die Ergiebigkeit des Unterrichts? (Was und wie viel Ihr Kind gelernt hat)...

5,3%

36,4%

42,2%

9,2%

2,3%

4,6%

j)         …den persönlichen Umgang mit Ihrem Kind? (Die Lehrkräfte sind freundlich, geduldig, wenden sich den Kindern zu)…

J     0,0%

45,7%

38,2%

7,5%

4,0%

4,6%

Frage 4

Wie zufrieden sind Sie mit dem Lehrerteam in der Klasse Ihres Kindes insgesamt?

Keine Angabe

Sehr zufrieden

Zufrieden

Neutral

Eher unzufrieden

Sehr unzufrieden

4,7%

33,5%

42,8%

15,0%

1,7%

2,3%

Frage 5

Wie zufrieden sind Sie mit der Eichendorffschule als "Lebensraum" Ihres Kindes, bezogen auf…

Keine Angabe

Sehr zufrieden

Eher zufrieden

Eher unzufrieden

Sehr unzufrieden

Kein Urteil

a)        …die soziale Qualität der Schule? (Wertschätzung, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Unterstützung durch LehrerInnen, Gemeinschaft der SchülerInnen)…

0,0%

38,2%

52,6%

5,2%

1,7%

2,3%

b)        …den Umgang mit Problemen? (z. B. bei schwierigen Kindern, Maßnahmen zur Konfliktlösung an der Schule)...

0,0%

19,0%

41,6%

17,3%

4,6%

17,5%

c)        …die Qualität der materiellen Rahmenbedingungen? (technische Ausstattung, moderne Lehrmittel)...

0,7%

23,7%

44,5%

17,9%

4,0%

9,2%

d)        …die gezielte Förderung der Begabungen und Interessen der Kinder? (Teilnahme an Wettbewerben, Sportveranstaltungen, AGs)...

0,0%

20,2%

32,4%

26,6%

12,1%

8,7%

e)        …die Einbeziehung in und Beteiligung der Eltern am Schulleben? (Akzeptanz der Eltern, Berücksichtigung von Vorschlägen)...

0,0%

31,2%

50,3%

5,8%

2,9%

9,8%

f)        …das Schulmanagement, die Qualität der Schulleitung ? (Organisation und pädagogische Leitung der Schule, angemessener Führungsstil, Einhaltung von Gesetzen)…

0,0%

39,4%

42,2%

5,8%

0,5%

12,1%

g)        …den Service der Schule? (rechtzeitige und klare Informationen, umfassende Beratung wenn nötig)...

0,0%

51,4%

38,2%

5,8%

1,7%

2,9%

h)        …die Sicherheit und Geborgenheit Ihres Kindes im Schulalltag? (z. B. Sicherheit vor Gewalt...

0,0%

37,6%

45,1%

11,6%

1,7%

4,0%

 

Die Auswertung der offenen Fragestellungen wird noch nachgereicht!

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Interpretation der Ergebnisse

 

Beteiligung

Die Ursachen für die recht niedrige Beteiligung von 51,6% können vielfältig sein. Möglicherweise haben einige Eltern, die mehrere Kinder an unserer Schule haben, nur einen Fragebogen ausgefüllt. Vielleicht gab es aber auch Eltern, die keine Notwendigkeit für die Befragung sahen, da sie mit der schulischen Arbeit zufrieden sind. Oder es gab Eltern, die sehr unzufrieden sind, die aber Nachteile für ihre Kinder bei Abgabe des Fragebogens befürchteten. Auch der Zeitpunkt kurz vor den Sommerferien könnte Auswirkungen auf die Beteiligung gehabt haben. Die Deutung ist spekulativ und müsste genauer hinterfragt werden. Dennoch lassen sich aus den vorliegenden Ergebnissen repräsentative Aussagen ableiten.

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Kontakt Eltern - LehrerInnen

Immerhin 79,2% aller Eltern haben beide Elternsprechtagsangebote wahrgenommen, 83,2% aller Eltern vertreten die Ansicht, dass die Anzahl der persönlichen Gespräche mit den LehrerInnen ihres Kindes ausreichend war. Die Kommunikation zwischen den Beteiligten funktioniert also gut.

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Zufriedenheit mit der Arbeit der Lehrerteams

Zu verschiedenen Merkmalen des Unterrichts befragt, gaben immerhin zwischen 71,1% und 83,9% aller Eltern an, mit der geleisteten Arbeit zufrieden oder gar sehr zufrieden zu sein - ein toller Wert!

Es zeichneten sich aber auch einige Bereiche ab, in denen eine deutliche Unzufriedenheit besteht. So ist knapp ein Drittel der Eltern mit der Differenzierung im Unterricht sowie den Förderangeboten für leistungsschwache wie leistungsstarke Schüler nicht zufrieden. Während Eltern leistungsschwacher SchülerInnen Sorge haben, dass ihre Kinder aufgrund unzureichender Förderung den Anschluss verlieren, meinen Eltern leistungsstarker Kinder, dass ihre Kinder "gebremst" werden, da vorzugsweise Rücksicht auf die Leistungsschwachen genommen wird.

Alles in allem sind 76,3% der Eltern mit den Lehrerteams ihrer Kinder zufrieden oder sehr zufrieden. Eine gute Ausgangsbasis für die weitere Arbeit!

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Zufriedenheit mit der Eichendorffschule als "Lebensraum" der Kinder

Auch hier konnten wieder Angaben zu verschiedenen Merkmalen gemacht werden. In diesem Bereich gab es die größten Schwankungen zwischen Zufriedenheit und Unzufriedenheit.  Während mit der sozialen Qualität, der Geborgenheit des Kindes, der Beteiligung der Elternschaft am Schulleben sowie der Schulleitung und dem Service der Schule 81,5% bis 90,8% aller Eltern zufrieden oder sehr zufrieden waren, waren mit den materiellen Rahmenbedingungen, dem Umgang mit Problemen und der gezielten Förderung von Begabungen jeweils mehr als 20% aller Eltern unzufrieden. Diese Unzufriedenheiten kann Schule allerdings nur teilweise aus eigener Kraft bereinigen, da gerade in diesen Bereichen viel von Ressourcen personeller und materieller Art abhängt.

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Konsequenzen

1. Getreu dem Motto "Gut sein - besser werden" geben die Befragungsergebnisse Spielraum für unsere künftige Schulentwicklungsarbeit.

Die gute Kooperation zwischen Schule und Elternhaus könnte intensiviert werden, indem im Bedarfsfall die Lehrkräfte noch intensiver auf Eltern zugehen und mögliche Hemmschwellen abbauen, aber auch deutlich aufzeigen, dass Eltern in die Pflicht genommen werden.

2. Die Differenzierung im Unterricht und die Förderung sowohl leistungsschwacher als auch leistungsstarker SchülerInnen ist uns ein großes Anliegen. Gerade in diesem Bereich haben wir im vergangenen Schuljahr viel gearbeitet, haben ein schuleigenes Förderkonzept erstellt. Viele Unterrichtsmaterialien zur Differenzierung wurden angeschafft. In jeder Jahrgangsstufe wurde ein so genanntes "Förder-Band" eingerichtet. Alle Kinder einer Jahrgangsstufe haben zur selben Zeit Förderunterricht. Da mehr Lehrkräfte als Klassen eingesetzt werden, kann stärker nach Leistungen und Förderbedarfen differenziert werden. Auf diese Weise profitieren leistungsstarke wie leistungsschwache Kinder stärker als bisher von den Fördermaßnahmen. Gleichwohl muss zu bedenken gegeben werden, dass die zur Verfügung stehenden Lehrerstunden für Fördermaßnahmen nicht ausreichen. Dieses Problem wird sich aufgrund der angespannten Finanzlage des Landes aber wohl auf absehbare Zeit nicht lösen.

3. Mit dem "Lebensraum Eichendorffschule" sind die Eltern sehr zufrieden. Wir arbeiten daran, dass das so bleibt. Der Umgang mit Problemen muss transparenter gestaltet werden. Ein erster Schritt dazu ist unser Konzept zum Umgang mit Pausenstreitereien. Darin ist beschrieben, wie wir auf Störungen reagieren. Weiterhin müssen den Eltern gesetzliche und formale Rahmenbedingungen verdeutlicht werden. Gewisse Verfahren (z. B. Antrag auf Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs bei "schwierigen Schülern") benötigen eine recht lange Vorlaufzeit, manches, was Eltern nachvollziehbar wünschen (Klassenwechsel, Lehrerwechsel, Wiederholungen, Individualregelungen etc.), ist aus pädagogischer Sicht nicht immer sinnvoll oder aufgrund der schulischen Begebenheiten nicht umsetz- bzw. leistbar. Dennoch werden wir versuchen, gezielter und stärker als bisher auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, indem wir uns bemühen, mehr Angebote, z. B. in Form von Arbeitsgemeinschaften, einzurichten. Dabei sind wir aufgrund der knappen Personalversorgung schon jetzt auf die Unterstützung unseres Fördervereins angewiesen. Eltern, denen das schulische Angebot nicht genügt, haben aber schon seit Beginn des Schuljahres die Möglichkeit, das Angebot der Offenen Ganztagsgrundschule zu nutzen. Dort gibt es - gegen Bezahlung - vielfältige Angebote. 

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