Gelungener Start der Offenen Ganztagsgrundschule (OGGS)

 

Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 wurde die Grundschule Eichendorff-Postdamm in eine OGGS umgewandelt.

Nachdem zunächst im zurückliegenden Schuljahr mit Hilfe einer Elternbefragung der Betreuungsbedarf ermittelt wurde, zeichnete sich schnell ab, dass ein ganztägiges Betreuungsangebot für viele Eltern aus unterschiedlichen Beweggründen interessant und wünschenswert erschien.

 

Unsicherheiten auf Elternseite gab es bezüglich folgender Fragestellungen:

 

"Kann ich meinem Kind eine Betreuung bis 17 Uhr zumuten oder wird der Tag für mein Kind zu lang?"

Antwort: Ja! Viele Eltern (insbesondere von Erstklässlern) waren zunächst unsicher und wählten für ihr Kind die erste Abholmöglichkeit, da sie ihrem Kind einen zu langen Schultag "ersparen" wollten. Doch bereits nach kurzer Zeit schwenkten etliche Eltern zunehmend auf eine spätere Abholzeit im Anschluss an die AG-Phase um, da sie merkten, dass ihre Kinder gerne die OGGS besuchen und die Betreuung nicht ausschließlich als zusätzliche Schulzeit empfinden. Dennoch ist das persönliche Empfinden je nach Kind unterschiedlich. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind mit dem langen Tag überfordert ist, können Sie Ihr Kind ja an ein oder zwei Tagen bereits gegen 15.00 Uhr abholen?

"Wie flexibel können die Betreuungszeiten in der OGGS genutzt werden?"

Antwort: Nach einer Eingewöhnungsphase sollten sich Eltern gemeinsam mit ihrem Kind auf feste Abholzeiten - in Abhängigkeit von der Belastbarkeit des Kindes und den weiteren Rahmenbedingungen (Berufstätigkeit, häusliches Umfeld,...) - einigen. Die Betreuung muss für beide Seiten verlässlich sein: Eltern wie Betreuungspersonal.

Nichtsdestotrotz sollten schöne Ereignisse wie Familiengeburtstage oder -feste bewusst wahrgenommen werden. Für derartige Anlässe kann ihr Kind selbstverständlich einen Tag in der OGGS "ausfallen" lassen.

"Muss mein Kind als OGGS-Kind lieb gewonnene Freizeitaktivitäten (Sportverein, Musikschule etc.) aufgeben?"

Antwort: Nein! Selbstverständlich sollte ihr Kind Dinge, die ihm Spaß machen, beibehalten. So kann ihr Kind problemlos weiterhin das geliebte Fußballtraining besuchen. An diesen Tagen verlässt es die OGGS vorzeitig. Allerdings ist es wünschenswert, dass ihr Kind das AG-Angebot der OGGS der Eichendorffschule nutzt.

"Muss ich mein Kind für die Dauer eines Jahres anmelden?"

Antwort: Ja! Eine Anmeldung sollte in der Regel gut überlegt sein und die Entscheidung für die OGGS bewusst getroffen werden. Für die Arbeit der Betreuungskräfte in der OGGS ist eine gewisse Beständigkeit der Gruppe von großer Bedeutung. Ein permanenter Wechsel in der Zusammensetzung erschwert die pädagogische Arbeit.

Dennoch kann es aus verschiedenen Beweggründen (Veränderung der persönlichen Situation der Eltern, Arbeitslosigkeit, Überforderung des Kindes,...) sinnvoll oder gar zwingend erforderlich sein, vom Betreuungsangebot der OGGS Abstand zu nehmen. In jedem Einzelfall wird die Sachlage erörtert und angemessen reagiert. Es gibt keine "Knebelverträge"!

"Wie sieht es mit einer vorzeitigen Vertragskündigung im Falle von Arbeitslosigkeit etc. aus?"

Antwort: siehe oben!

"Kann ich mir die OGGS finanziell leisten?"  

Antwort: Ja! Bemessungsgrundlage des Monatsbeitrags sind alle positiven Einkünfte abzüglich einer Werbungskostenpauschale sowie eines Kinderfreibetrages ab dem dritten Kind. Je nach Einkommensverhältnissen bewegt sich der tatsächliche Beitrag zwischen 30 und 100 Euro je Kind zuzüglich einer Essenspauschale von derzeit 43 Euro, so dass sie für 73 bis 143 Euro je Monat eine verlässliche Betreuung von 7.30 - 17.00 Uhr inklusive eines pädagogischen Programms bekommen, die zudem einen Großteil der Ferienzeiten abdeckt.

Ferner steht die Stadt Rheda-Wiedenbrück zu ihrer Aussage, dass eine Nutzung der OGGS nicht an den finanziellen Rahmenbedingungen scheitern sollte. Wird aufgrund einer Notlage die Betreuung benötigt bzw. scheint eine Betreuung des Kindes aus Sicht der Schule sinnvoll, wird die Stadt auch bei ungünstigen Bedingungen jeden Einzelfall prüfen und zum Wohl des Kindes entscheiden. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Schule. Wir werden Sie an die entsprechenden Sachbearbeiter der Stadt weiterleiten.